Aktualisierungskurs Kandidat Nationalpark Flandern: Am 17. Mai 2023 fand das Sonderkomitee des Grenspark Kalmthoutse Heide statt, in dem eine Entscheidung über die Bewerbung um das Label "Nationalpark Flandern" bei der flämischen Regierung getroffen wurde. Während der Sitzung einigten sich die Partner darauf, das Label "Nationalpark" vorerst nicht zu beantragen. Die Grenspark-Partner sind sich jedoch einig über die Bedeutung des Fortbestands des Projekts und über den Inhalt des Masterplans und des Betriebsplans, die eine wichtige Grundlage für die künftige Zusammenarbeit bilden.
Grenspark Kalmthoutse Heide ist einer von sechs ausgewählten Kandidaten, die die Chance haben, als "flämischer Nationalpark" anerkannt zu werden. In der flämischen Koalitionsvereinbarung 2019-2024 wird die Einrichtung mehrerer Landschaftsparks und Nationalparks angestrebt. Beide fallen unter den Oberbegriff "Flämische Parks".
Der Begriff Flämische Parks wird als Sammelbegriff für verschiedene anerkannte Parkstatus wie Nationalparks und Landschaftsparks, aber auch für von der UNESCO anerkannte Gebiete wie Weltnaturerbe, Geoparks und Biosphärenreservate verwendet.Es handelt sich also um Gebietsanerkennungen einer bestimmten Größenordnung, die eine bestimmte Qualitätsgarantie erfüllen.
Ein Nationalpark in Flandern ist ein anerkanntes, geografisch definiertes Gebiet von ausreichender Größe mit außergewöhnlichem Naturwert und internationaler Ausstrahlung. Die Bewirtschaftung zielt auf den nachhaltigen Schutz und die Entwicklung der landschaftsökologischen Prozesse und der damit verbundenen Ökosysteme, Lebensräume und Arten zusammen mit der Gebietskoalition ab. Die einzigartige natürliche Umwelt, die Landschaft und das Kulturerbe bieten Möglichkeiten für die touristische Erschließung und Förderung der Freizeitgestaltung, jedoch immer im Rahmen der Tragfähigkeit der Natur und ihrer Umgebung.Die sechs ausgewählten Kandidaten für den Titel Nationalpark Flandern sind Bosland, Brabantse Wouden, Hoge Kempen (bestehend), Kalmthoutse Heide, Scheldevallei und Taxandria.
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Die Landschaftsbiografie ist ein 170 Seiten starkes Buch, das Sie auf eine Reise durch die verschiedenen Zeitschichten mitnimmt, die das Gebiet des Grenspark Kalmthoutse Heide geprägt und geformt haben. Sind Sie neugierig auf den Inhalt des Buches? Ab sofort können Sie die Landschaftsbiografie überdiesen Link kostenlos digital einsehen.
Die Landschaftsbiographie beschreibt die Entstehungsgeschichte der Landschaft. Sie erzählt von der Entstehung des natürlichen Untergrundes, aber auch davon, wie der Mensch die Landschaft in den letzten paar tausend Jahren kultiviert und gestaltet hat. Das Dokument hilft allen, die beruflich oder aus Interesse mit der Landschaft zu tun haben - Anwohnern, aber auch Landwirten, Naturmanagern, Gestaltern und politischen Entscheidungsträgern -, das Landschaftserbe zu verstehen und (besser) zu nutzen.
Grenspark Kalmthoutse Heide nutzt diese Arbeit als Grundlage für die weitere Visionsbildung als Kandidat für den Nationalpark Flandern und für das Streben nach dem neuen Standard für Nationalparks in den Niederlanden. Zu diesem Zweck ist ein Masterplanprozess mit verschiedenen Interessengruppen im Gange, der im Prinzip zu einer Kandidatur als Nationalpark Flandern im Mai 2023 führen wird.



Warum ist der Grenspark Kalmthoutse Heide ein Kandidat für einen Nationalpark in Flandern?
Der Grenspark Kalmthoutse Heide ist ein einzigartiges, grenzüberschreitendes Naturschutzgebiet mit einer Fläche von etwa 6000 ha. Durch die große Vielfalt der Landschaft, die aus Heide, Mooren, Wäldern und Sanddünen besteht, wirkt das Gebiet grenzenlos und unendlich. Als FFH- und Vogelschutzgebiet ist der Grenspark Teil des Natura-2000-Netzes, das die wichtigsten Naturgebiete in ganz Europa nachhaltig schützt. Auf niederländischer Seite ist das Gebiet bereits Teil des Netzwerks der Nationalparks.
Mit diesem Aufruf will die flämische Regierung mehr Naturgebiete als Nationalpark Flandern anerkennen und so die Fragmentierung der Natur verhindern. Die Anerkennung ist notwendig, um auch in Zukunft Schutz und Ressourcen zu gewährleisten. Grenspark Kalmthoutse Heide möchte gemeinsam mit seinen Partnern unter dem Banner der Nationalparks weiter an der Qualität der Natur und an der Erholungs- und touristischen Entwicklung der Region arbeiten.
Was bedeutet die Anerkennung und welche Vorteile bringt sie?
Die Anerkennung als Nationalpark bedeutet eine Garantie für die Erhaltung des Gebiets als Naturlandschaft. Die flämische Regierung möchte die Verwaltung und Erhaltung der flämischen Naturschutzgebiete vereinheitlichen und die Zersplitterung bekämpfen. Der Grenspark Kalmthoutse heide ist ein einzigartiges Landschaftsgebiet in der Provinz Antwerpen. Der Park zieht jährlich viele Besucher an, die auch die lokale Wirtschaft unterstützen. Neben seiner internationalen Anziehungskraft wirkt sich das Label des Nationalparks positiv auf die Region aus: ein gesünderes Lebensumfeld für die Anwohner, Erholungsmöglichkeiten in der Nähe des Wohnortes, zusätzliches Einkommen für Unternehmer, mehr Artenvielfalt.
Wird der Grenspark erweitert?
Der Grenspark Kalmthoutse Heide umfasst derzeit 6.000 ha. Um eine Chance auf Anerkennung zu haben, muss das Gebiet in einem Zeitraum von 20 Jahren auf eine Fläche von mindestens 10 000 ha beiderseits der Landesgrenze anwachsen. Die geplante Erweiterung betrifft Flächen, die bereits heute Naturschutzgebiet sind, aber in der Region verstreut liegen. Es geht also nicht um Flächen, die heute eine andere Funktion als die der Natur haben.
Was bedeutet die Anerkennung für die Anwohner und privaten Eigentümer des Grenspark?
Nationalparks sind keine ordnungspolitische Initiative, sondern eine Anreizinitiative. Zusätzliche Regulierungsinitiativen sind in Nationalparks nicht vorgesehen. Genehmigungen werden unverändert auf der Grundlage bestehender Vorschriften im Zusammenhang mit der Raumplanung oder im Rahmen von Naturgesetzen wie Natura2000 erteilt.
Private Eigentümer, die an der Kontur eines Nationalparks beteiligt sind und einen Beitrag zu den Zielen des Masterplans leisten wollen, können dies immer auf freiwilliger Basis tun. Dabei kann es sich um Maßnahmen im Zusammenhang mit der Naturentwicklung oder um andere Ziele des Masterplans handeln.
Hat das Label Nationalpark Auswirkungen auf die Landwirtschaft und die Unternehmen?
Nationalparks erlegen den Landwirten oder Unternehmen im Rahmen des Genehmigungsverfahrens keine zusätzlichen Verpflichtungen auf. Die Landwirte in der Region sind unsere Nachbarn und die Landwirtschaft ist wichtig für unsere Region. Die Bewilligung erfolgt unverändert auf der Grundlage bestehender raumordnungsrechtlicher oder naturschutzrechtlicher Vorschriften wie Natura2000.
Ist die Jagd in einem flämischen Nationalpark noch erlaubt?
Ein flämischer Park bringt keine zusätzlichen rechtlichen Verpflichtungen oder Einschränkungen mit sich.
Wie sieht das weitere Vorgehen aus?
Grenspark Kalmthoutse heide hat von März 2022 bis Ende Mai 2023 (die Frist für die Einreichung wurde um drei Monate verlängert) Zeit, den Masterplan zu erstellen. Dabei orientieren wir uns an den geltenden Richtlinien der flämischen Regierung (Agentur für Natur und Wälder). Derzeit wird ein neuer Erlass ausgearbeitet, der den Rahmen für die Erstellung des Masterplans absteckt.
Die sechs Gebietskoalitionen können nun einen Orientierungsprozess einleiten, um einen Masterplan und einen Betriebsplan zu erstellen. Die Kandidaten erhalten zu diesem Zweck einen Zuschuss von 100.000 € pro Kandidat. Am Ende des Orientierungsprozesses werden der Masterplan und der Betriebsplan von der Jury bewertet. Die endgültige Zuteilung der vier Parks, die das Label "Nationalpark Flandern" tragen werden, erfolgt Mitte 2023. Die ausgewählten Naturschutzgebiete werden nun von der flämischen Regierung im Hinblick auf eine endgültige Auswahl und Entscheidung im Jahr 2023 überwacht.
Lesen Sie die vorläufige Fassung des Masterplans Nationalpark Kalmthoutse Heide hier: Masterplan Nationalpark Kalmthoutse Heide
Wer entscheidet, welche Kandidaten das Label "Flämischer Nationalpark" erhalten dürfen?
Die Entscheidung über die Verleihung des Labels liegt bei der flämischen Regierung. Die Auswahl wird von einer Jury geleitet:
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Diese Bewerbung um die Anerkennung als Nationalpark wird/wurde im Rahmen des von der flämischen Regierung in Auftrag gegebenen Projekts "Call National Parks" bezuschusst.
