Wir kennen den Grenspark Kalmthoutse Heide als ein vielfältiges und weitläufiges Gebiet, durch das die Grenze zwischen Belgien und den Niederlanden verläuft. Das erklärt seinen Namen, aber nicht seine Geschichte. Hinter der Vielfalt des Gebiets steckt auch eine Geschichte - ein Ort, an dem seltene Pflanzen und Tiere eine Heimat finden. Im Folgenden können Sie mehr darüber lesen.
Täglich finden viele Besucher aus Belgien, den Niederlanden und darüber hinaus im Grenzpark die Ruhe, die sie so sehr brauchen. Die Schönheit und Stille dieses Gebietes steht im Einklang mit seiner Geschichte, denn ein Naturschutzgebiet entsteht nicht über Nacht.


Beginnen wir mit dem Namen: Dieser leitet sich von der Landesgrenze zwischen Belgien und den Niederlanden ab, die mitten durch das Gebiet verläuft. Offiziell gibt es diese Grenze erst seit 1843; davor hatte das Gebiet eine gemeinsame Geschichte. Schon damals gab es Grenzen: Sie bezeichneten die Gebiete der jeweiligen Herrscher, die regelmäßig Anspruch auf das Gebiet des jeweils anderen erhoben. In verschiedenen Epochen beanspruchten vor allem der Herr von Bergen op Zoom, der Herr von Hoogerheide und halb Ossendrecht, der Konvent von Huijbergen und die Abtei von Tongerlo das Land des jeweils anderen. Sie stritten sich damals unter anderem um Wasser, Weideland, Torfabbau, Jagd und Fischerei, Steuererhebung und Gerichtsbarkeit.
Jahrhundertelang wurde das Gebiet als Heideland genutzt. Um das Jahr 2000 bestand das wertvolle Naturgebiet noch aus Naturreservaten, kleinräumigen landwirtschaftlichen Flächen, Wäldern verschiedener Behörden, großen Privatgrundstücken und zersplitterten kleinen Waldparzellen. Das machte die Verwaltung schwierig: verschiedene Grundstücke, verschiedene Gemeinden mit unterschiedlichen Gesetzen, Gewohnheiten und Zielen. Könnte man das nicht viel besser und effizienter machen? Im Rahmen der Partnerschaft “Grenspark Kalmthoutse Heide" arbeiten alle Beteiligten seit 2001 zusammen, um aus beiden Ländern eine Natur zu machen: zwei Länder, eine Natur!