
Die Weite und Stille des Grenspark Kalmthoutse Heide inspiriert seit Jahrzehnten Wanderer, Radfahrer, Reiter und Künstler. Im Jahr 1854 brachte der erste Zug über die neu errichtete Eisenbahnlinie 12 die ersten Ruhesuchenden in die Heidelandschaft. Diese Verbindung ermöglichte es unseren Vorfahren, der Hektik des städtischen Lebens zu entkommen. Auch heute noch erfüllt der Grenspark dank der reibungslosen Anbindung an die Bahn und die Fahrradautobahn Antwerpen-Roosendaal die Rolle des größten ruhigen Gartens der Provinz Antwerpen. Dennoch nutzen viele Besucher das Auto, um den Park zu besuchen, was zu Parkdruck und Belästigung der Anwohner führt. Dank des europäischen Förderprogramms Interreg kann sich der Grenspark Kalmthoutse Heide in den kommenden Jahren zusammen mit den Gemeinden und Partnern auf eine Verlagerung des Verkehrsaufkommens und eine (Neu-)Gestaltung der bestehenden Bahnhöfe und Empfangstore konzentrieren, um den Erholungsdruck besser zu verteilen.

Grenspark Kalmthoutse Heide arbeitet mit VisitBrabant als treibende Kraft und anderen Partnern zusammen, um ein gesundes Gleichgewicht zwischen Naturschutz und Besuchererlebnis zu finden. Mit europäischer Unterstützung durch das Interreg-Zuschussprogramm werden Investitionen getätigt, um eine nachhaltige Freizeitgestaltung und eine Verlagerung auf andere Verkehrsträger zu fördern. Das Projekt wird zwischen 2023 und 2027 laufen.
MONA-Projekt
Dieses Projekt ist Teil des europäischen Projekts MONA, das nachhaltigen Tourismus in und um Naturschutzgebiete in Nordwesteuropa fördert und das Besucherverhalten untersucht. Das europäische Förderprogramm Interreg investiert 3,6 Millionen Euro. Mit einer kombinierten Investition von 2,4 Millionen Euro von allen Partnern werden insgesamt 6 Millionen Euro in die Verbreitung des Erholungsdrucks in verschiedenen Naturschutzgebieten investiert. MONA steht für 'MOdal shift, routing and nudging solutions in NAture areas for sustainable tourism'.
Ein nachhaltiger Kurs für den Tourismus
Mit dem Projekt will der Grenspark Kalmthoutse Heide in Zusammenarbeit mit den vier Gemeinden die Verkehrsverlagerung fördern, indem die sanfte Mobilität mit (Elektro-)Fahrrad, Bahn und Bus unterstützt wird. Die Verbindung zwischen den bestehenden Bus- und Bahnhöfen in der Region und den Empfangstoren im Park kann beispielsweise durch den Einsatz von Shuttles oder gemeinsam genutzten Fahrrädern verbessert werden. Darüber hinaus setzt sich das Projekt dafür ein, den Weg vom Bahnhof in die Natur für die Besucher attraktiver zu gestalten, so dass diese "letzte Meile" kein Hindernis darstellt, sondern Teil des Erlebnisses wird. Wegbeschreibungen und eine gezielte Kommunikation über die Zonierung lenken die Besucher in die richtige Richtung. Mit diesem nachhaltigen Kurs will der Grenspark den Parkdruck rund um die empfindliche Natur und die Belästigung der Anwohner verringern.
Forschung und Monitoring
Ein wichtiger Teil des MONA-Projekts besteht aus Überwachung, Forschung und Analyse. BUas (Breda University of Applied Sciences) und KU Leuven sind als Wissenspartner angeschlossen, um Daten zu sammeln. Es wird auch gemessen, ob die ergriffenen Maßnahmen Wirkung zeigen. Zu diesem Zweck führt VisitBrabant ein Monitoring über die Nutzung von Routen und Menschenmengen in bestimmten Naturgebieten zu bestimmten Zeiten durch. Diese Informationen können nützlich sein, wenn es darum geht, Wege zu verlegen oder auszubauen.
Nachhaltiger und barrierefreier Tourismus
Neben besseren Verbindungen und nachhaltigem Transport konzentriert sich das Projekt auch auf nachhaltigen und barrierefreien Tourismus. Eine bessere Infrastruktur und die Neugestaltung von Wanderwegen, Eingangstoren, etc. sollen einen barrierefreien Besuch gewährleisten. Routen von Nutzergruppen (z.B. Reitern) können weiter ausgebaut werden.
Partner im Projekt
Dieses Projekt wird in Zusammenarbeit mit den folgenden Partnern durchgeführt: Np Van Gogh, NP (NL), Utrechtse Heuvelrug (NL), NP Veluwezoom (NL), Grenspark Kalmthoutse Heide (BE-NL), Parc Naturel Régional de la Montagne de Reims (FR), Parc naturel Régional Scarpe Escaut (FR), KULeuven (BE), Breda University of Applied Sciences (NL), Polis (BE), Tourismus Zentrale Saarland (GE), VisitBrabant (NL) und Toerisme Provincie Antwerpen (BE).
Mit diesem innovativen Projekt gehen wir gemeinsam Schritte in Richtung einer nachhaltigen Zukunft für den Grenspark Kalmthoutse Heide, in dem Naturschutz und Erholung Hand in Hand gehen. Weitere Informationen über das Projekt finden Sie hier.