Die Wasserqualität des Grooten Meeres verbessert sich. Im Rahmen des LIFE HELVEX-Projekts wurde 2020 ein einzigartiges Wasserreinigungsprojekt gestartet: ein 240 Wegpate langer Eisensandfilter. Das Wasser im Grooten Meer hatte mit überschüssigem Phosphat zu kämpfen, das auch aus den angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen stammt. Seltene Tier- und Pflanzenarten wie Strandhafer, Seggen und Schwarzhalstaucher gerieten dadurch in Schwierigkeiten.
Natuurmonumenten, Grenspark Kalmthoutse Heide, Waterschap Brabantse Delta, Provinz Noord-Brabant und Stad & Groen haben sich zusammengeschlossen, um eines der größten Niedermoore der Niederlande zu schützen.
Heute sehen wir sehr deutlich die positiven Ergebnisse der Messungen.


Es war ein gewagtes Unterfangen, der Bau einer Kläranlage zur Reinigung von überschüssigem Phosphat im Abflusswasser. In dieser Größenordnung war das noch nie gemacht worden, und man war gespannt, ob die Ergebnisse gut genug sein würden. Aufgrund der jahrelangen landwirtschaftlichen Aktivitäten in der Steertse Heide enthält das abfließende Wasser zu viel Phosphat. Zu viel, um das Groote Meer und seine typischen Pflanzen in Zukunft erhalten zu können. Wir mussten also nach einem System suchen, bei dem das Wasser durch ein Gemisch aus Sand und Eisen fließt.
Phosphat bindet an Eisen, und das Wasser, das in das Kleine und das Groote Meer fließt, sollte eine viel bessere Qualität haben. Und es funktioniert!

In diesem Diagramm ist zu erkennen, dass der Gesamtphosphatgehalt sehr hoch ist, bevor das Wasser in die Kläranlage gelangt. Wenn das Wasser den Eisensandfilter passiert und in das Groote Meer fließt, ist der Phosphatgehalt stark gesunken.
Der Bau der Kläranlage ist Teil von LIFE HELVEX, einem europäischen Projekt zur Wiederherstellung von Heideflächen, Sanddünen und Mooren sowie zur Bekämpfung invasiver exotischer Arten. Die Provinz Nordbrabant hat die Realisierung der Kläranlage mitfinanziert.
