Viele feuchte Heidelandschaften wurden seit 1900 in Weideland umgewandelt. Obwohl diese Gebiete nur einen kleinen Teil der Gesamtfläche des Grenspark ausmachen, sind die Grünlandflächen von landschaftlicher, kulturhistorischer und ökologischer Bedeutung.
Feuchtes Heideland wurde entwässert und gedüngt: So sind die Wiesen im Grenspark Kalmthoutse Heide entstanden. Diese Düngung, mitten in einem nährstoffarmen Naturschutzgebiet, hatte negative Auswirkungen auf die Umwelt. Mehrere Verwalter des Grenspark streben einen Bewirtschaftungsvertrag mit den Landwirten oder besser noch den Kauf der Flächen zu gegebener Zeit an. Ihr Ziel ist es, eine naturverträglichere Bewirtschaftung zu ermöglichen, indem die Düngung und Entwässerung eingestellt werden. Dadurch können auf nährstoffarmen Wiesen wieder verschiedene Gräser und Kräuter wachsen.



Ohne Düngung und Entwässerung entwickelt sich auf den Wiesen eine kräuterreiche Vegetation mit Koggengras, Kuckuckslichtnelke, Kuckucksblume, Reiherginster und Liegeflügelblume. Im Sommer ist dies dann ein Paradies für Schmetterlingsarten wie Flussuferläufer und Blaukehlchen und Insekten wie Heuschrecken und Schwebfliegen.
Kiebitz, Rotschenkel, Uferschnepfe, Löffelente und Knäkente halten sich gerne auf den feuchten Wiesen auf. An trockeneren Stellen suchen Feldlerche und Wiesenpieper nach Nahrung und einem geeigneten Platz zum Nisten. Während des Vogelzugs ziehen die Wiesen Watvögel wie Bekassine, Dorngrasmücke, Grünschenkel und Flussuferläufer an, während man im Winter regelmäßig Gruppen von Graugänsen, Blässgänsen und Kanadagänsen beobachten kann.