Der Grenspark Kalmthoutse Heide setzt sich für den Erhalt der besonderen Flora und Fauna ein, die das Gebiet prägen. Jeden Tag tragen engagierte Freiwillige mit umfangreichen Kenntnissen über Pflanzen und Tiere dazu bei. Die Freiwilligen treffen sich regelmäßig, um das Artenmonitoring auszuwerten und Wissen auszutauschen. Dabei begeben sie sich auch in das Gebiet, um nach besonderen Arten zu suchen.


Flora des Grenspark
Kürzlich fand im Gebiet Wilgenduinen ein Treffen von freiwilligen Pflanzenbeobachtern statt. Dort konnten sie mehrere auffällige Pflanzenarten wie Grille, Weißes Schnabelried, Sommergras und Kleiner Sonnentau bestimmen. Der Pflanzenexperte Steven De Saeger vermittelte wertvolle Einblicke in die Nutzung von ObsMapp, einer App zur einfachen Eingabe und Übermittlung von Beobachtungen. In der Sickerzone der Weidedünen entdeckte die Gruppe unter anderem Beinbrech, Rundblättrigen Sonnentau und Torfmoos.

Fotos Grille, Weißes Schnabelried, Knochenbrecher: Marc Slootmaekers
Unsere Freiwilligen testeten ihre Fähigkeiten bei der Überwachung der Bewirtschaftung, indem sie einen Teil der Wilgenduinen virtuell abgrenzten und die Pflanzenarten prozentual notierten. Das Ergebnis war eine verblüffende Übereinstimmung der Ergebnisse, was die Einschätzung ihrer Beobachtungen bestätigte. Auf dem Rückweg, unweit von De Stapper, machte einer der Freiwilligen eine bemerkenswerte Entdeckung: die"Rote Augenwurz", eine Pflanzenart, die zuvor im Grenspark Kalmthoutse Heide noch nicht beobachtet worden war.
Auf der Suche nach Schlingnattern
Die Freiwilligen des Reptilienmonitorings machten sich auch auf die Suche nach Schlingnattern. Dabei wurden sie von Experten von RAVON, Staatsbosbeheer und Evides begleitet. Im "Broederbos" gab Staatsbosbeheer einen Einblick in das Gebiet, danach gingen die Teilnehmer auf die Suche nach Schlingnattern. Mit Erfolg! Innerhalb von 15 Minuten fanden die Teilnehmer das erste Exemplar, das sorgfältig untersucht und vermessen wurde. Nach der Untersuchung wurde bestätigt, dass es sich um ein (nicht schwangeres) Weibchen handelte. Von der Haut der Schlingnatter wurden DNA-Proben genommen, die zur Erforschung des Pilzes Ophidiomyces ophiodiicola beitragen werden. Die Schlange wurde schnell wieder freigelassen, um die Störung zu minimieren. Wenig später entdeckten sie ein zweites weibliches Exemplar. Auch hier wurden alle Messungen vorgenommen. Die Sichtung von zwei Schlingnattern in kurzer Zeit in einem relativ kleinen Gebiet ist ziemlich außergewöhnlich.
Anschließend erkundeten sie die Staartse Duinen, wo im vergangenen Jahr von der Staatsbosbeheer einige Schlangenhöhlen angelegt wurden. Obwohl keine Schlangen gefunden wurden, konnten sie einen jungen, nicht fliegenden Ziegenmelker entdecken. Am Eingang zum Naturschutzgebiet Kortenhoeff erkundeten sie ebenfalls die ökologische Verbindung, obwohl keine Schlingnatter gefunden wurde.
Dank engagierter Freiwilliger kann der Grenspark Kalmthoutse Heide weiterhin an der Erhaltung der biologischen Vielfalt und der Naturwerte in diesem Gebiet arbeiten.
Sind Sie daran interessiert, bei der Überwachung mitzuhelfen? Wir suchen noch Freiwillige für das Monitoring von Libellen und Schmetterlingen (einige Kenntnisse erforderlich).
Wenn Sie Interesse haben, senden Sie bitte eine E-Mail an grenspark