Am 20. März 2023 begrüßten Grenspark und IVN die Gastgeber und Naturführer des Grenspark Kalmthoutse Heide zu einem Gegenbesuch. Zweimal im Jahr werden die Gastgeber eingeladen, sich zu vernetzen, Informationen auszutauschen und die Gelegenheit zu nutzen, das Gebiet zu erkunden.




Nicht weniger als 11 Gastgeber und Gastgeberinnen und 9 Naturführer und Naturführerinnen waren bei diesem Treffen vertreten, das in der Brasserie Abdijbos am Empfangstor Volksabdij in Ossendrecht (einem der vier Empfangstore des Grenspark) stattfand. Wir wurden von der Geschäftsführerin Linsy Verbraak, die auch eine Grenspark ist, herzlich empfangen. Es war ein faszinierender Nachmittag mit einem gut gefüllten Programm.
Koordinator Jan Weverbergh begann den Nachmittag mit einer Präsentation über den Antrag auf Anerkennung des Grenspark Kalmthoutse Heide als Nationalpark.

Es folgte ein spannender Vortrag von Walter Jonkers, Projektkoordinator Geopark Schelde Delta, über den Statusantrag für den UNESCO Geopark Schelde Delta. Drei flämische Provinzen, zwei niederländische Provinzen und mehr als 130 Partner haben gemeinsam an diesem Dossier gearbeitet, das die einzigartigen geologischen, ökologischen und kulturgeschichtlichen Werte des Gebiets hervorhebt. Unter anderem sind die Kalmthoutse Heide und der Brabantse Wal mit ihren einzigartigen geologischen Merkmalen Teil des Antrags, der die Chance hat, als Unesco Global Geopark anerkannt zu werden. Weltweit gibt es derzeit 177 Geoparks, die sich auf 46 Länder verteilen.

Nach Walters Vortrag gab Anne Stuer, Landschaftsexpertin der Regionaal Landschap De Voorkempen, eine Einführung in das Landschaftslesen. Anne entwickelte eine Methodik, mit der man die Landschaft anhand verschiedener Landschaftselemente lesen kann. So kann man beispielsweise die Bodennutzung, die Bodenbedeckung, Gebäude usw. beschreiben, aber auch die Landschaft aus einer bestimmten Perspektive (sozial, ökologisch usw.) betrachten. Landschaftslektüre kann eine unterhaltsame Art sein, den Besuchern das Gebiet auf eine andere Art und Weise näher zu bringen.

Nach den Präsentationen war es an der Zeit, die Theorie in die Praxis umzusetzen. Wir machten uns auf den Weg in das Meiduinen-Gebiet, wo die Landschaft im Detail gelesen wurde. Jemand bemerkte zum Beispiel eine 'Masse' (ein Stück Wald, durch das man nicht hindurchsehen kann) und auch einen einsamen Baum oben auf der Steilkante des Brabantse Wal. Unterwegs wurde uns an mehreren Haltestellen die geologische Geschichte der westbrabantischen Landschaft erklärt und die Überreste von vor bis zu 2 Millionen Jahren, die noch in der Landschaft zu sehen sind.

Etwas durchnässt, aber zufrieden kehrten wir in die Volksabdij zurück, um uns zu unterhalten und etwas zu trinken. Es war ein gelungener, interessanter Nachmittag mit einer begeisterten Gruppe!
Möchten Sie das Meiduinen-Gebiet selbst entdecken? Das können Sie auf der Mammoet-Wanderroute tun, die an der Volksabdij beginnt Volksabdij folgen Sie den Schildern Kikker en Mammoet).