In dem jahrhundertealten Poldergebiet des Grenspark Kalmthoutse Heide fließt eisenhaltiges Sickerwasser vom Hang des Brabantse Wal und lässt seltene Pflanzen wachsen.
Am Fuße des Brabanter Walls liegt ein altes Poldergebiet am Übergang von niedrigen Lehmböden zu hohen Sandböden. Bereits im 12. Jahrhundert wurde hier mit der Eindeichung begonnen, um das niedrige Poldergebiet trocken zu legen. Viele weitere Überschwemmungen folgten und erst Ende des 17. Jahrhunderts gewannen die Deiche an Wasser und die Polderlandschaft nahm langsam ihre heutige Form an. Die Übergänge - zwischen hoch und niedrig, trocken und nass, Sand und Lehm - machen sie zu einer einzigartigen Landschaft. Gut zu wissen: Hier gibt es noch viele mittelalterliche Gräben, die von Kopfweiden und Schilf umgeben sind.



Viele versickerungsfähige Flächen in diesem Gebiet dienen heute als landwirtschaftliche Polder. Naturschutzorganisationen bemühen sich, diese Flächen in Besitz zu nehmen, um sie in versickerungsfähige Naturpolder mit blumenreichen Wiesen und Sümpfen umzuwandeln. In diesem Fall werden Sie Wasserveilchen, Wasserminze, Stockrose, Gelber Morgenstern, Sumpfdotterblume, Großes Springkraut und Echter Kuckuck sehen.
Für viele Vögel sind die feuchten Polder ein Paradies. Hier kann man Vögel wie Blaukehlchen, Feldlerche, Teichrohrsänger, Schwarzkehlchen, Steinschmätzer, Brandgans, Rohrweihe und Rebhuhn beobachten. Im Winter trifft man hier häufig Schilf-, Nonnen- und Graugänse an. In Gräben und Tümpeln kann man den Teichmolch huschen sehen. Und wer Glück hat, kann hier sogar Rehe sehen!