Am Mittwoch, dem 24. Mai, feiern Jung und Alt den Europäischen Tag der Parks. Unter dem Motto "Auf unsere Wurzeln bauen" porträtieren die Pärke mit einer gemeinsamen Aktion verschiedene Generationen, die eine besondere Bindung zum Naturpark haben. Lesen Sie hier die Geschichte von Fred Severin, einem Naturliebhaber, der sein Wissen als begeisterter Naturführer mit Leidenschaft weitergibt.

Fred Severin wohnt seit 32 Jahren in Huijbergen, am Rande des Grenspark Kalmthoutse Heide. Seit 2006 ist er Naturführer bei Nareka, Visit Kalmthout und IVN sowohl auf der niederländischen als auch auf der flämischen Seite des Parks. Die Natur schert sich nicht um Landesgrenzen, und deshalb arbeiten die Naturführer auch schon seit Jahren gut zusammen. Neben seiner Tätigkeit als Naturführer ist Fred auch als Amateurfotograf aktiv und macht zweimal im Jahr an neunzig festen Standorten 360-Grad-Fotos für das Monitoring im Grenspark. Dies tut er zusammen mit einem flämischen Freiwilligen. Fred macht auch viele Makroaufnahmen, mit einer Vorliebe für Insekten und Pilze.
Lieber draußen sein
Als Kind war Fred lieber draußen als in der Schule, weshalb er sich den Pfadfindern (Scouting) anschloss: "Die Liebe zur Natur war von klein auf da. In Kombination mit der Leidenschaft für die Fotografie, die ich von meinem Vater geerbt habe, entstand daraus mein Hobby als Naturfotograf. Bei meiner Arbeit als Naturführer und Fotograf im Grenspark komme ich mit vielen verschiedenen Menschen und Organisationen in Kontakt. Das macht die Arbeit auch so spannend. Bei all meinen Exkursionen erzähle ich immer etwas über die Geschichte des Gebiets. Wussten Sie zum Beispiel, dass die Niederlande von 1814 bis 1830 mit Belgien ein Land waren?"
Fred lässt die Menschen die enorme Vielfalt direkt vor ihren Füßen erleben: "Solange man lernt, genau hinzusehen, gibt es immer etwas zu sehen. Ich nenne das "Natur auf dem Quadratmeter". Erforsche, was du auf 1m2 Leben findest. Es ist schön, dann das Staunen in den Menschen zu sehen".
Fred besucht den Grenspark gerne wegen seiner großen Vielfalt: "Sandverwehungen, Wälder, Hügel, Moore, Sandböden, alles ist da. Es gibt auch Teile des Parks, in denen man Weite, Trostlosigkeit und Stille erleben kann. Leider ist er seit Corona an manchen Stellen immer mehr überlaufen, aber die weiten, ruhigen Stellen sind zum Glück noch da."
Heikikker
Im Rahmen der Partnerschaft Grenspark Kalmthoutse Heide' arbeiten Parteien und Grundeigentümer seit 2001 zusammen, um eine gemeinsame Natur der beiden Länder zu schaffen: "Diese Zusammenarbeit ist sehr wichtig für die Erhaltung und Verbesserung der Natur. Nur gemeinsam kann man gute Schritte machen."
Freds Lieblingsplätze im Park sind die ruhigen Plätze und die Hügelkuppen: "Hier sitze ich gerne, schaue mich um und staune, was es alles zu sehen gibt. Es einfach geschehen zu lassen, bringt immer eine Überraschung. Jeder Tag ist anders, jeder Tag ist eine neue Geschichte. So wurde ich zum Beispiel während eines Fotoshootings, bei dem ich mich irgendwo mitten im Feld aufhielt, plötzlich von einer Kornweihe überrascht - ein einzigartiger Moment, der mich glücklich macht. Ein anderer schöner Moment war letztes Jahr in De Nol, als der Moorfrosch dort reichlich vorhanden war. Die Männchen des Moorfrosches nehmen während der Paarungszeit eine blaue Farbe an, die nur für einige Tage vorhanden ist. Diese blauen Frösche" zu sehen, ist daher eine Seltenheit. Nachdem die Frösche einige Zeit still dagesessen hatten, kündigten sie sich zunächst mit einem charakteristischen 'Schaumbad'-Geräusch an und tauchten dann vorsichtig wieder auf." Fred liebt es, auf seinen Exkursionen und Touren Menschen an diesem Gefühl des Staunens teilhaben zu lassen, und das ist seine Leidenschaft.
Ein Blick in die Zukunft
Fred möchte, dass die Pflege und die Liebe zur Natur an die nächsten Generationen weitergegeben werden: "Das Bewusstsein für die Umwelt und die Natur und die Wahrnehmung der eigenen Rolle darin ist für den Naturschutz und die Wiederherstellung der Natur unerlässlich. Ich hoffe, dass ich dazu beitragen kann, indem ich Exkursionen für junge Menschen anbiete, bei denen das Entdecken und Staunen im Vordergrund steht. Für die Zukunft wünsche ich mir für den Park, dass durch eine gute kooperative Verwaltung und Politik die biologische Vielfalt erhöht und die Stickstoffbelastung verringert werden kann."