Am Mittwoch, dem 24. Mai, feiern Jung und Alt den Europäischen Tag der Parks. Unter dem Motto "Auf unsere Wurzeln bauen" werden in den Parks Porträts verschiedener Generationen gezeigt, die mit einer gemeinsamen Aktion eine besondere Verbindung zum Naturpark haben. Lesen Sie hier die Geschichte von Linsy, Mentorin der Junior Ranger, die jungen Menschen die Werte des Gebiets vermitteln möchte.

Linsy beaufsichtigt die Junior Ranger. Das ist eine Gruppe niederländischer und flämischer Jugendlicher im Alter von 12 bis 18 Jahren, die sich einmal im Monat trifft, um die Natur zu entdecken und die Ärmel hochzukrempeln. Die Aktion gibt es seit zwei Jahren und wird vom Grenspark, IVN Natuureducatie und dem Bildungszentrum De Vroente organisiert. Neben ihrer Tätigkeit als Moderatorin engagiert sich Linsy im Grenspark Kalmthoutse Heide auch als Hostess im Natuurpoort De Volksabdij in Ossendrecht. "Nach einem Hostessenkurs wurde ich von jemandem vom IVN angesprochen, ob ich Interesse hätte, die Aktion Junior Rangers mitzugründen", sagt sie.
Magische Momente
Linsy liebt es, den Grenspark zu besuchen, weil das Gebiet so viele verschiedene Facetten hat: "Ich kann die Vielfalt der Landschaft, in der sich Wiesen, Wälder, Niedermoore und Sanddünen abwechseln, wirklich genießen. Die Natur in diesem Gebiet bringt mir viel Ruhe. Beim Spazierengehen kann ich meine Gedanken schweifen lassen und werde oft von Pflanzen oder Tieren überrascht, die mir über den Weg laufen. Ich kann immer noch über die Natur staunen und stoße jedes Mal auf schöne Dinge. Kürzlich begegnete ich beim Spazierengehen einem Reh. In diesen magischen Momenten verweilt man in der Schönheit des Parks".
Linsy kennt das Gebiet wie ihre Westentasche, denn sie ist hier, in der Nähe der Meiduinen, aufgewachsen: "Als Kind war ich oft dort, um Abenteuer zu erleben oder mit dem Hund spazieren zu gehen. Meine schönsten Kindheitserinnerungen spielen sich hier ab, in der Verlängerung unseres Gartens. Ich erinnere mich besonders an die Winter, wenn das Eis dick genug war und wir auf dem kleinen Teich Schlittschuh laufen konnten. Der Grenspark fühlt sich für mich wie eine Heimkehr an.
Junior Ranger
Das Staunen, das Linsy in diesem Gebiet erlebt, spiegelt sich auch bei den Junior Rangern wider: "Diese jungen Leute sind offen und verspielt. Sie fragen immer nach dem Warum: Warum wächst diese Pflanze hier?
Aufgrund ihres Alters kann man den Unterschied zwischen dem Kindsein und dem Erwachsenwerden deutlich erkennen. Es ist wichtig, dass sie Kinder sein können und dass es auch Zeit und Raum zum Spielen und Entdecken gibt. Als Betreuerin versuche ich, ihnen die Natur näher zu bringen, indem ich ihnen zum Beispiel erkläre, warum bestimmte Verwaltungsarbeiten durchgeführt werden. Wir gehen auch gemeinsam hin und sehen uns die Ergebnisse der Arbeiten sechs Monate später an. Was mir am Grenspark auch gefällt, ist, dass die belgisch-niederländische Grenze in diesem Gebiet nicht sichtbar oder spürbar ist. Selbst bei den Junior Rangern stelle ich fest, dass die jungen Leute untereinander keine Unterschiede machen.
Was man liebt, möchte man auch pflegen
"Die Vielfalt und Robustheit der Natur im Grenspark Kalmthoutse Heide sollte für künftige Generationen erhalten bleiben", sagt Linsy. "Es wäre schön zu sehen, dass die Liebe zum Grenspark und zur Natur bei Besuchern und Anwohnern weit verbreitet ist. Was man liebt, will man auch pflegen. Ich hoffe, dass die Junior Ranger diese Liebe zur Natur auch später als Botschafter weitertragen."