Heute hat der Grenspark Kalmthoutse Heide einen wichtigen Schritt in Richtung Zukunft getan. Im Rahmen einer festlichen Veranstaltung auf dem Keienhof in Kalmthout wurde die Gründung der Stiftung Grenspark Grenspark Kalmthoutse Heide gefeiert und der neue Vorsitzende begrüßt. Lukas Jacobs, Bürgermeister von Kalmthout, tritt die Nachfolge von Martin Groffen an, der den Vorsitz nach sieben Jahren abgibt.
Foto: Martin Groffen übergibt den Hammer an Lukas Jacobs
Martin Groffen verabschiedet sich nach sieben Jahren des Vorsitzes.
"Es war eine sehr schöne Zeit als Vorsitzender dieses schönen Gebiets. Grenspark Kalmthoutse Heide ist eine enorm faszinierende Partnerschaft mit vielen Beteiligten. Ich blicke mit Zufriedenheit auf die gemeinsam erzielten Ergebnisse zurück. Der Masterplan gibt der Partnerschaft eine Blaupause für die Zusammenarbeit, die sehr konkret ist. Die heute aus der Taufe gehobene Stiftung für Gemeinnützigkeit schafft auch die notwendige Struktur, um professionell weiterzuarbeiten."
Der Masterplan wurde 2023 als Antwort auf das neue politische Programm Nationalparks in den Niederlanden und die Aufforderung der flämischen Regierung zur Ausweisung von Gebieten für Nationalparks in Flandern erstellt. Aufgrund der Bedenken von Eigentümern und Landwirten wurde von der Partnerschaft 2023 beschlossen, kein Kandidaturdossier für den Nationalpark Flandern einzureichen. Auf niederländischer Seite ist der Grenspark Kalmthoutse Heide seit langem Teil der 21 Nationalparks.
Martin Groffen dankt den Partnern von Grenspark Kalmthoutse Heide:
"Mein besonderer Dank gilt den Beteiligten, die mit mir am Tisch gesessen haben, um die Entscheidungen zu treffen, die den Erhalt unseres Gebietes sichern. So viele unterschiedliche Interessen und doch jedes Mal eine unterstützte gemeinsame Position, ich bin froh, dabei gewesen zu sein. Auch die Mitarbeiter des Grenspark Kalmthoutse Heide haben mich mit ihrem Engagement für ihre Aufgaben sehr beeindruckt. Ich werde gerne in diese Gegend zurückkehren."
Der Grenspark Kalmthoutse Heide ist ein Zusammenschluss von Behörden, Gemeinden, Naturmanagern und privaten Eigentümern auf beiden Seiten der belgisch-niederländischen Grenze. Gemeinsam streben wir nach Erhaltung, Einigkeit, einer gemeinsamen Vision und Engagement.
"Die Gründung der Stiftung verleiht dem Grenspark mehr Schlagkraft", so der neue Vorsitzende Lukas Jacobs."Wir sind jetzt besser in der Lage, den Masterplan Grenspark Kalmthoutse Heide umzusetzen. Wir konzentrieren uns dabei auf drei Schwerpunkte: Stärkung der Top-Natur, nachhaltiger Tourismus und eine hochwertige Landschaft unter Berücksichtigung beispielsweise des militärischen Erbes der Region. Gleichzeitig öffnet diese Struktur die Tür für neue Partner und Gemeinden, die sich unserer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit anschließen wollen. Dies ist auch ein ausdrückliches Ziel des Masterplans. Mit der neuen Gemeinnützigen Stiftung versetzen wir uns in die Lage, dies Schritt für Schritt und von unten nach oben auszubauen."
Als Bürgermeister von Kalmthout ist Lukas Jacobs seit 2001 Mitglied der Sonderkommission und kennt die Partnerschaft daher sehr gut. Aus dieser Erfahrung heraus übernimmt er nun den Vorsitz.
Die Sonderkommission ist das beratende Gremium, in dem alle Partner des Grenspark Kalmthoutse Heide vertreten sind. Gemeinsam legen sie die Richtung und den Inhalt der Zusammenarbeit fest.
Die Mitglieder der Sonderkommission sind derzeit: Agentur für Natur und Wald, Flämische Umweltagentur - Wasserabteilung, Wasserverband Brabantse Delta, Staatsbosbeheer, Vereniging Natuurmonumenten, Natuurpunt, Verteidigungsministerium (NL), vertreten durch Rijksvastgoedbedrijf, Vertretung privater Naturbesitzer aus Flandern und den Niederlanden, Gemeinde Kalmthout, Gemeinde Essen, Gemeinde Stabroek, Gemeinde Woensdrecht, Stadt Antwerpen: Bezirk Berendrecht-Zandvliet-Lillo, Evides Waterbedrijf, Agentur für unbewegliches Erbe, Generalsekretariat der Benelux-Union (beratend).
Die Stiftung der Gemeinnützigen Gesellschaft Grenspark Kalmthoutse Heide betreut die Partnerschaft. Die Stiftung wird von Direktor Jan Weverbergh geleitet und verfügt über ein professionelles Team von 4,5 Vollzeitkräften. Sie organisiert die Beratung und den Wissensaustausch, die Entwicklung von Visionen mit den Partnern und die Projektkoordinierung für die Umsetzungsprojekte.
Ein unabhängiger Aufsichtsrat überwacht die Tätigkeit der Stiftung und sorgt für eine transparente, zielgerichtete und rechtmäßige Verwendung der Mittel. Der Aufsichtsrat besteht aus Cathy Berx (auch Gouverneurin der Provinz Antwerpen), Kees Jan de Vet (im Ruhestand - früher Dijkgraaf Waterschap Brabantse Delta), Helga Van der Veken (im Ruhestand, Vorstandsmitglied WWF), Prof. Sigrid De Bois (UAntwerpen - Umweltrecht), Martin Groffen (ehemaliger unabhängiger Vorsitzender Grenspark).
Foto: Mitglieder der Stiftung Grenspark Kalmthoutse Heide während einer feierlichen Einweihungszeremonie.
Inspirierende Projekte und Visionen für die Zukunft
Während eines festlichen und informativen Treffens blickten wir auf die erreichten Ergebnisse zurück und schauten nach vorn, wohin wir gemeinsam gehen wollen. Wir haben auch gezeigt, an welchen inspirierenden Projekten wir arbeiten.
Grenspark arbeitet derzeit an der Verbesserung der Natur durch die Einrichtung eines Phosphatfilters an der Grenze zwischen Flandern und den Niederlanden.
Grenspark Kalmthoutse Heide arbeitet derzeit auch mit anderen Parks in den Niederlanden, Frankreich und Deutschland im Rahmen des Interreg MONA-Projekts an nachhaltigem Tourismus.
Die Gründung der Stiftung stellt einen neuen Schritt in der Entwicklung des Grenspark dar. Sie stärkt die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und bietet neue Möglichkeiten für Natur, Erholung, Bildung und Bewohner.
Der Grenspark Kalmthoutse Heide kann bereits auf eine lange Tradition der Zusammenarbeit zurückblicken. Bereits 1987 wurde in Zusammenarbeit mit lokalen Parteien und mit Unterstützung der Benelux-Staaten eine Kooperation in diesem Gebiet begonnen. Die Partnerschaft wurde systematisch ausgebaut und professionalisiert. Im Jahr 2011 wurden auch die Gebiete Ravenhof und Volksabdij in die Partnerschaft aufgenommen. Somit ist der Grenspark Kalmthoutse Heide heute ein robustes, zusammenhängendes Gebiet von 6.000 ha. Es ist eines der größten und zugleich eines der vielfältigsten Naturschutzgebiete in Flandern und den Niederlanden.
Grenspark Kalmthoutse Heide arbeitet mit verschiedenen Partnern zusammen, um die Natur zu stärken und das Erlebnis für die Besucher zu verbessern. Für die Natur wurden in der Vergangenheit wichtige Arbeiten koordiniert, u. a. im Zusammenhang mit der Wiederherstellung von Landdünen und der Wiederherstellung von Lebensraum für den Heidekrautfalter. Auch für den Erholungssuchenden hat es eine intensive Zusammenarbeit gegeben. Durch die einheitliche Beschilderung von Wanderwegen und MTB-Routen auf beiden Seiten der Grenze und in Zusammenarbeit mit den verschiedenen Eigentümern und Bewirtschaftern finden viele Menschen den Weg.
Fotos: Roxanne Danckers