Es gibt eindeutige Hinweise darauf, dass sich ein Wolf im Gebiet des Grenspark Kalmthoutse Heide aufhält. Der Wolf ist auf Kamerabildern deutlich zu erkennen, und es wurde ein abgenagter Hirschkadaver gefunden. Es wird vermutet, dass der Wolf in den letzten Tagen aus den Niederlanden kam und die Grenze nach Flandern überquerte. Ersten Einschätzungen zufolge hielt sich der Wolf mindestens mehrere Tage im Gebiet Brabantse Wal (NL) / Grenspark Kalmthoutse Heide und den anschließenden Freiflächen auf. Um Missverständnisse auszuschließen: Die Mitte April im Grenspark Kalmthoutse heide verunglückten Schafe waren nicht das Werk eines Wolfes, sondern eines Hundes.

Derzeit wissen wir nicht, ob der Wolf ein Durchreisender ist oder beabsichtigt, sich in der Region niederzulassen. Als Vorsichtsmaßnahme empfiehlt Natuur en Bos, Kleinvieh nachts in einem Stall oder hinter einem Elektrozaun zu sichern. In der kommenden Zeit wird Natuur en Bos gemeinsam mit dem Institut für Natur- und Waldforschung die Region weiter beobachten und versuchen herauszufinden, ob sich der Wolf dauerhaft ansiedeln wird. Wenn er sich dauerhaft niederlässt, besteht die Chance, dass Flandern bald ein zweites Wolfsgebiet zählt.
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Zuvor war berichtet worden, dass mehrere Schafe von einem Hund angegriffen worden waren. Erste Beobachtungen deuteten darauf hin, dass der Hund für diesen Angriff verantwortlich war. Eine DNA-Analyse ergab, dass es sich doch um das Werk eines Wolfes handelte. Die Laboranalyse zeigt, dass, anders als das Schadensbild vermuten ließ, doch ein Wolf am Werk war. Die Analyse zeigt, dass es sich um den Wolfs-Haplotyp 2 (WH02) handelt. Dieser Haplotyp stammt aus der mitteleuropäischen Population und ist recht selten, wurde aber bereits dreimal in Flandern gesichtet.