Der Akkerenven in Kortenhoeff, einem Teilgebiet des Grenspark Kalmthoutse Heide, kämpfte mit der invasiven exotischen Wasserpest.
Die Ausbaggerung des Akkerenven und die Beseitigung der Wasserkruste sind inzwischen vom Verwalter Staatsbosbeheer durchgeführt worden, und das Moor scheint für die Zukunft gerüstet zu sein. Aber wir sind noch nicht am Ziel! Invasive Arten wie die Wasser-Kreuzkraut verbreiten sich sehr leicht über alle möglichen Wege und können so wieder in ein kürzlich gereinigtes Gebiet gelangen. Dies kann zum Beispiel durch Vögel geschehen. Staatsbosbeheer hat in Akkerenven alle möglichen zusätzlichen Maßnahmen ergriffen, um die Wiederansiedlung von Wasserkreuzkraut so schwierig wie möglich zu machen (z. B. das Abklemmen eines Grabens mit nährstoffreichem Wasser), aber zu verhindern, dass Vögel hierher kommen, um sich auszuruhen und/oder zu fressen, gehört offensichtlich nicht dazu. Schließlich stellen Vögel einen wichtigen Teil der natürlichen Werte in den Gebieten auf dem Brabanter Landrücken dar.
Um auf eine neue Infektion einigermaßen vorbereitet zu sein, ruft Staatsbosbeheer Hilfstruppen auf. Damit ist nicht eine Armee von Freiwilligen oder Förstern gemeint, die das Gebiet ständig bewachen, sondern die Hilfe der Natur selbst. Sie kommt nämlich in Form von Uferschnecke. Auf den ersten Blick scheint diese Pflanze der letzte Kandidat für ein Gegengewicht zur Wasserkresse zu sein. Das Uferkraut ist klein, bleibt niedrig am Boden und macht einen zerbrechlichen Eindruck. Doch in einer nährstoffarmen und ausreichend feuchten Umgebung entpuppt sich das Uferkraut als Pflanze mit unerwarteten Qualitäten. Über Ausläufer kann diese Art dann große zusammenhängende Vegetationen bilden. Dazu gibt es reichlich Gelegenheit, denn nur wenige andere Arten gedeihen in einer so strengen Umgebung. Sollte Water Crassula dann im Akkerenven landen, ist ein Großteil des potenziellen Lebensraums bereits vergeben. Die Stiftung Bargerveen hat außerdem experimentell nachgewiesen, dass die Sumpfkratzdistel den Kampf um die knappen Nährstoffe gegen Uferunkräuter verliert. Wenn also eine gut entwickelte Uferkrautvegetation vorhanden ist, wird es für die Wasserkreuzkrautpflanze viel schwieriger sein, sich zu einer Massenvegetation zu entwickeln.
Staatsbosbeheer hat daher eine große Anzahl von Uferpflanzen in den Akkerenven gepflanzt. Die Einführung einer Art wird im Staatsbosbeheer nicht auf die leichte Schulter genommen, aber die Wahrscheinlichkeit, dass das Uferkraut spontan in großer Zahl auftritt, ist sehr gering. Da es aber sehr nützlich ist, um die Wasserpest in Schach zu halten, wurde beschlossen, es trotzdem einzuführen. In dem wiederhergestellten nährstoffarmen Niedermoor wird sich die Art hoffentlich schnell ausbreiten und gleichzeitig zwei Zwecke erfüllen. Erstens wird sich eine charakteristische Niedermoorvegetation bilden, die früher in den Niederlanden viel häufiger war, und zweitens gibt es vor Ort genügend Pförtner, die den invasiven Exoten gekonnt unter Kontrolle halten. Die Chancen für einen langfristigen Bestand eines Akkerenven mit hohen Naturwerten sind also größer. Aber die Natur ist widerspenstig, und wir müssen die weitere Entwicklung im Auge behalten. Die Mitarbeiter von Staatsbosbeheer und der Stiftung Bargerveen werden daher die Entwicklung in den kommenden Jahren genau beobachten.

